Das Forum HeimatUnternehmen 2026
„Vertrauen entsteht dort, wo Menschen einander begegnen und sich gegenseitig etwas zutrauen.“ Mit diesen Gedanken eröffnete Norbert Bäuml vom Bayerischen Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung (BayLE) das diesjährige Forum HeimatUnternehmen.
Traditionell treffen sich am letzten Juni-Wochenende engagierte Macherinnen und Macher aus ganz Bayern zum Forum HeimatUnternehmen. Seit 2014 bildet das Forum einen Höhepunkt der Initiative HeimatUnternehmen. Partner der Veranstaltung ist der Bayerische Landesverein für Heimatpflege. Dessen Geschäftsführer Rudolf Neumaier richtete ein Grußwort an die Teilnehmenden.
Die Initiative bringt Menschen zusammen, die ihre Regionen mit kreativen Ideen, unternehmerischem Denken und gesellschaftlichem Engagement aktiv gestalten. HeimatUnternehmen leistet damit einen wichtigen Beitrag zu einer lebendigen Vertrauenskultur und stärkt das Miteinander als Grundlage für gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung.
Besonders bemerkenswert: Das Forum fand erstmals in einer HeimatUnternehmen-Region statt, die sich derzeit noch im Aufbau befindet. Damit wurde sichtbar, wie neue Netzwerke entstehen und wie Menschen vor Ort ihre Region aktiv weiterentwickeln.
Gastgeber des diesjährigen Forums war das Riedenburger Brauhaus. Die Familie Krieger öffnete den Teilnehmenden die Türen der neuen Brauerei und gewährte spannende Einblicke in die Zukunft des traditionsreichen Familienunternehmens. Mit dem umfassenden Neubau verbindet das Riedenburger Brauhaus Tradition, Innovation und Nachhaltigkeit – ein Beispiel dafür, wie unternehmerischer Mut und regionale Verantwortung Hand in Hand gehen können. Die Gäste erlebten eine Brauerei im Wandel, die mit einem innovativen Energiekonzept die Bierherstellung ohne fossile Energieträger ermöglicht und konsequent auf zukunftsfähige Produktionsprozesse setzt.
Beim Forum soll Raum für Austausch, Kooperation und gemeinsames Lernen geschaffen werden. Entsprechend vielfältig war auch das Programm des diesjährigen Forums: Neben Impulsvorträgen, Gesprächsrunden und einer Exkursion entlang der Altmühl standen vor allem Begegnungen und persönlicher Austausch im Mittelpunkt.
Spannende Impulse lieferten unter anderem Roland Pongratz, Initiator des Volksmusikfestivals "drumherum", Edgar Thomas und Steffen Schneider zum Regionalladen Fürst&Feld in Bad Kissingen, Hans Bögl von der Firmengruppe Max Bögl, Dirk Neubauer, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Augustusburg und Landrat in Sachsen sowie die drei Protagonisten des Dokumentarfilms "Fanni", in dem ein Wirtshaus als Dritter Ort durch eine ganze Dorfgemeischaft wiederbelebt wurde. Alle Informationen zu Impulsgebern und Programm finden Sie in unserem Artikel Ein Forum zum Erleben.
Die Vielfalt der HeimatUnternehmer macht das Forum jedes Jahr besonders: Unternehmerinnen und Unternehmer, Kulturschaffende, Sozialinnovatoren und regionale Gestalter bringen ihre Erfahrungen ein und zeigen, wie aus Ideen konkrete Projekte mit Wirkung vor Ort entstehen. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen, neue Perspektiven kennenzulernen und ihr Netzwerk zu erweitern. Das gemeinsame Ziel verbindet alle Beteiligten: HeimatMehrWert und eine lebenswerte Zukunft für die Menschen in der Region zu schaffen.
Der zweite Tag begann im Hof der Riedenburger Brauerei mit Stephan Müller, der Einblicke in die Erlebnispädagogik des Learning Campus in Trabitz gab. Beim anschließenden „Walk & Talk“ erkundeten die Teilnehmenden die Region rund um Riedenburg auf besondere Weise. Während der Wanderung gab es Impulse von Landschaftsarchitekt Christof Wegner zur Gestaltung von Natur- und Lebensräumen. Entlang des Kunstwegs an der Altmühl stellte Steinmetzmeister Günter Schinn ausgewählte Skulpturen und deren Entstehung vor. Abgerundet wurde das Programm durch eine Betriebsbesichtigung in der Bäckerei Frank, die Einblicke in handwerkliche Tradition und modernes Unternehmertum bot.
Mit zahlreichen Begegnungen, anregenden Gesprächen und vielfältigen Einblicken war das Forum HeimatUnternehmen für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung. Der offene Austausch über Ideen und Projekte schuf neue Verbindungen und lieferte wertvolle Impulse. So kehrten die Teilnehmenden mit frischer Inspiration und neuer Motivation in ihre Heimatregionen zurück.