Ein Forum zum Erleben
Der erste Veranstaltungstag widmet sich inspirierenden Impulsen, Vorträgen und Praxisbeispielen. Gastgeberinnen und Gastgeber öffnen ihre Türen, zeigen ihre Projekte und geben Einblicke in ihre Erfahrungen. Der zweite Tag gehört dem Austausch. Gespräche beim gemeinsamen Frühstück, kreative Formate, Walk & Talks und Exkursionen schaffen Raum für Begegnungen, neue Ideen und Kooperationen.
Denn genau darum geht es bei HeimatUnternehmen: voneinander zu lernen. Viele erfolgreiche Projekte entstehen aus Inspiration. Oft genügt ein Blick in eine andere Region, um neue Möglichkeiten für die eigene Heimat zu entdecken. Das Forum bietet dafür den idealen Rahmen.
Rückblick: Ein Energiebad auf Burg Falkenberg
Im vergangenen Jahr führte das Forum in die HeimatUnternehmen-Region NordOberpfalz – eine Region der ersten Stunde innerhalb des Netzwerks. Gastgeber war der Markt Falkenberg mit seiner eindrucksvollen Burg, ein Ort, der Geschichte, Zukunft und bürgerschaftliches Engagement auf besondere Weise verbindet.
Mit großem Engagement präsentierte HeimatEntwicklerin Cornelia Müller gemeinsam mit zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern die Vielfalt der regionalen HeimatUnternehmen. Kreative Köpfe, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Akteure aus Kommunen, Verwaltung und Regionalentwicklung kamen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse mitzunehmen.
Besonders in Erinnerung geblieben ist die Atmosphäre des Forums. Oder wie es Gastgeber und HeimatUnternehmer Matthias Grundler, Bürgermeister des Marktes Falkenberg, formulierte:
Blick in die Zukunft: Forum HeimatUnternehmen 2026 im Riedenburger Land
In diesem Jahr richtet sich der Blick auf eine Region im Aufbruch. Das Riedenburger Land baut derzeit sein HeimatUnternehmen-Netzwerk auf, siehe auch den Bericht zum Aufbau von HU-Riedenburger Land. Gemeinsam mit engagierten Unternehmerinnen und Unternehmern sowie zahlreichen regionalen Akteuren gestaltet HeimatEntwickler Tobias Pfaller die ersten Schritte dieser jungen Region. Erste Projekte sind bereits entstanden, neue Ideen werden entwickelt und die Vernetzung innerhalb Bayerns wächst kontinuierlich.
Austragungsort des Forums am 25. und 26. Juni 2026 ist das Riedenburger Brauhaus. Die Bio-Brauerei steht beispielhaft für die Verbindung von Tradition und Innovation, die viele HeimatUnternehmen auszeichnet. Die Unternehmerfamilie Krieger verfolgt dabei bewusst ihren eigenen Weg. Statt eines klassischen Brauereigebäudes entstand ein offenes, modernes Konzept, das sich an internationalen Taproom-Ideen orientiert. Großzügige Räume, sichtbare Brauprozesse und vielfältige Begegnungsorte schaffen eine Atmosphäre, die zum Austausch einlädt. Gleichzeitig bleibt die handwerkliche Identität des Brauhauses erhalten. Moderne Technik und nachhaltige Betriebsführung gehen hier Hand in Hand mit Braukultur und regionaler Verwurzelung.
Unser Programm 2026 – Impulse für Wirtschaft, Gemeinschaft und neue Wege
Die Familie Krieger wird den Teilnehmenden am ersten Forumstag Einblicke in ihre Entwicklung, ihre Vision und ihre unternehmerischen Entscheidungen geben. Darüber hinaus erwartet die Gäste ein vielfältiges Programm mit Persönlichkeiten, die auf ganz unterschiedliche Weise zeigen, wie Heimat gestaltet werden kann. Unter dem Leitgedanken „Sinnvoll wirtschaften und HeimatMehrWert schaffen“ berichten Edgar Thomas und Steffen Schneider von der Erfolgsgeschichte des Regionalladens Fürst & Feld aus der Bayerischen Rhön. Was einst als lokale Initiative begann, hat sich längst zu einer Bewegung entwickelt, die Produzenten, Verbraucher und die Region miteinander verbindet.
Dass Mut zur Veränderung oft der Ausgangspunkt neuer Wege ist, zeigt Albert Lochbrunner. Der ehemalige IT-Fachmann hat sein Berufsleben grundlegend neu ausgerichtet und führt heute einen vielfältigen landwirtschaftlichen Betrieb. Seine Erfahrungen stehen beispielhaft für die Bereitschaft, Gewohntes zu hinterfragen und neue Perspektiven zu wagen.
Wie regionale Wertschöpfung und Kooperationen einen echten Mehrwert für Mensch und Landschaft schaffen können, erläutert Andreas Frasek vom Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e. V. Anhand konkreter Beispiele zeigt er, wie innovative Partnerschaften zur nachhaltigen Entwicklung einer Region beitragen.
Am Nachmittag rückt die gesellschaftliche Dimension von Heimat in den Mittelpunkt. Unter den Themen „Für eine bunte und lebendige Heimat“ sowie „Eigeninitiative, solidarisches Miteinander und die Kultur des Anpackens“ geht es um die Menschen, die Gemeinschaft gestalten und Zukunft ermöglichen. Aus dem Kulturbereich geben die Protagonisten des Films „Fanni“ Einblicke in die Geschichte einer Dorfgemeinschaft, die ihr Wirtshaus wiederbelebt und damit weit mehr als nur einen Ort zurückgewonnen hat. Roland Pongratz, Initiator des Volksmusikfestivals „drumherum“, berichtet darüber, wie Kultur Identität stiftet, Menschen verbindet und Regionen prägen kann.
Auch die wirtschaftliche Perspektive kommt nicht zu kurz: Hans Bögl, Gesellschafter der Firmengruppe Max Bögl, spricht darüber, welche Bedeutung Heimat selbst für international tätige Unternehmen besitzt und warum regionale Verwurzelung ein wichtiger Erfolgsfaktor sein kann.
Den Blick auf die Zukunft von Gemeinden richtet schließlich Dirk Neubauer. Der ehemalige Bürgermeister und Landrat, zudem Autor und Journalist, beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen ermutigt werden können, Verantwortung zu übernehmen und ihre Gemeinden aktiv mitzugestalten. Seine Impulse zeigen Wege auf, wie Beteiligung, Eigeninitiative und Zuversicht zu tragfähigen Fundamenten zukunftsfähiger Regionen werden können.
Heimat erleben, Menschen kennenlernen
Auch der zweite Veranstaltungstag macht die Region erlebbar. Nach einem gemeinsamen Frühstück und einem inhaltlichen Impuls steht der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Geplant sind unter anderem ein gemeinsamer Spaziergang entlang der Altmühl mit Landschaftsgärtner Christoph Wegner sowie Besuche bei den HeimatUnternehmen Steinmetz Schinn und Bäckerei Frank in Riedenburg. Die Teilnehmenden erhalten dadurch unmittelbare Einblicke in regionale Wertschöpfung, Unternehmergeist und die Menschen hinter den Projekten. Genau diese Begegnungen machen das Forum Jahr für Jahr besonders. Aus Gesprächen entstehen Kooperationen. Aus Erfahrungen werden neue Ideen. Und aus einem Netzwerk wächst die Motivation, die eigene Heimat aktiv weiterzugestalten.
Einladung an alle Gestalterinnen und Gestalter
Das Forum HeimatUnternehmen richtet sich an weit mehr als nur Unternehmerinnen und Unternehmer. Willkommen sind alle Menschen, die Verantwortung für ihre Region übernehmen und neue Perspektiven kennenlernen möchten. Dazu zählen Akteure aus Kommunen und Politik ebenso wie Vertreterinnen und Vertreter aus Regionalentwicklung, Wirtschaftsförderung, Verwaltung, Bildung, Landwirtschaft, Kultur, Tourismus, Zivilgesellschaft und Ehrenamt.
Wer erfahren möchte, wie innovative Ideen in ländlichen Räumen entstehen und wie aus Engagement nachhaltiger HeimatMehrWert wird, findet beim Forum HeimatUnternehmen Inspiration, Austausch und eine starke Gemeinschaft. Riedenburg wird damit im Juni 2026 zu einem Ort der Begegnung – und für zwei Tage zum Treffpunkt der Menschen, die Bayerns Regionen mit Kreativität, Mut und Tatkraft gestalten.